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FLAMMHÄRTEN

Das Flammhärten ist ein Randschichthärteverfahren zum Härten der Werkstoffoberfläche mit anschließendem Anlassen bei niedrigen Temperaturen. Durch das Flammhärten werden an Bauteilen mit zähem Kern hohe Oberflächenhärten von bis zu 800 HV erzielt. Voraussetzung ist, dass die Werkstoffe bereits im Grundzustand einen Mindestkohlenstoffgehalt von 0,4 - 0,6 % besitzen (ISO EN 8670). Die Erwärmung zum Austenitisieren der Bauteiloberfläche erfolgt über Strahlungswärme mit Hilfe von Erdgas-Brennern. Nach der Austenistisierung erfolgt die Abschreckung je nach Härteverfahren und Werkstoff mit Wasser, speziellem Härteöl, synthetischem Abschreckmittel oder Pressluft.

Bei der Flammhärtung werden in der Regel nur die einem besonderen Verschleiß unterworfenen Teilflächen eines Bauteils gehärtet. Zusätzlich wird durch die im randnahen Bereich induzierten Druckspannungen auch noch die Dauer- und Wälzfestigkeit erhöht. Aufgrund der vorhandenen technischen Möglichkeiten und des internen Brennerbaus ist die Hanomag Lohnhärterei am Standort Gevelsberg in der Lage, sehr große Werkstücke zu behandeln:

Umlaufhärtung: Durchmesser 2000 mm x 950 mm hoch, bis 7.000 kg

Umlaufvorschub: Durchmesser 650 mm x 5.000 mm lang, bis 10.000 kg

Die Hanomag Lohnhärterei Gruppe ist einer der wenigen Anbieter in Europa, die dieses besondere Verfahren beherrschen.

Vorteile des Flammhärtens

  • Große sperrige Bauteile oder Einzelteile können gehärtet werden
  • Der Übergang der Einhärtungstiefe zum Ausgangszustand ist sanfter, so dass unterhalb der Härtezone bei hoher Ausgangsfestigkeit kein abrupter Übergang entsteht
  • Bei der Umlaufhärtung können hohe Erwärmungstiefen erzielt werden
  • Flexibel, kein Induktorbau notwendig